Mädchen sammelt Äpfel

Ernte

Wann:
Wenn man das Obst leicht pflücken kann oder es schon auf dem Boden liegt. Meistens September bis November für Äpfel und Birnen und Juni für Kirschen.

Geräte:
a. Obststab für Einzelkämpfer
b. Schüttelstangen
c. Leiter
d. Körbe, Eimer, alte Kaffeesäcke
e. Planen, um fallendes Obst aufzufangen

Wohin damit:

a. Lagern in einem kühlen, luftigen, dunklen, feuchten Keller.
b. Apfelsaft – den leckeren „Süßen“ – pressen.
c. Apfelwein keltern.
d. Obst einmachen.
e. Obst trocknen.
f. Obstkuchen backen.
g. Obst verkaufen an Keltereien und Gaststätten
(siehe Adressen).

 

Saft pressen

Zuerst:
Saubere und reife aber nicht faule Äpfel in Säcken oder Körben sammeln und zu einer Lohnmosterei oder Kelterei zum Pressen bringen.

Faustregel:
Einen Zentner Äpfel (ca. einen Kaffeesack) =
ca. 30 Liter Saft.

Keltern:

Die Äpfel werden gewaschen und je nach Art der Presse ausgepresst. Der Saft kommt in Gärfässer. Die Gärfässer kann man im Baumarkt, in manchen Drogerien, im Internet oder in der Kelterei kaufen (siehe Adressen).

Zutaten:
Mischt man saure Früchte wie Quitte, Speierling, Mispel, Schlehe während dem Keltern ein, wird der Saft klar, schön goldgelb und haltbarer. Zudem sollte man die Gärfässer in einem kühlen Keller lagern.

 

Apfelwein selbst machen

Es wird benötigt:
a. Gärfaß – aus Kunststoff für 30, 60 und 120 Liter oder als Glasballon – bis zu 50 Liter.
b. Gäraufsatz – aus Glas oder Kunststoff.
c. Frischen Apfelmost – der leckere „Süße“.
d. Evtl. Steinberg Hefe und Speierling-Saft.

Wenn man den Most auch selbst herstellen will, braucht man noch ein Maischegerät und eine Saftpresse. In jedem Fall aber braucht man Ruhe, Kraft und Geduld.

Es geht ganz einfach:
Den frischen Süßen, ob selbst gepresst oder aus der Lohn-kelterei, in den Gärbehälter geben, Reinzuchthefe (falls notwendig) und möglichst 2% Speierlingsaft dazu geben, Gärröhrchen aufsetzen und mit Wasser befüllen, damit kein Sauerstoff an den Süßmost gelangt.

Nach einiger Zeit beginnt die Gärung. Erst gärt es stark; es kann sein, dass Süßmost durch das Gärröhrchen heraus-gedrückt wird. Deshalb: In den ersten zwei bis drei Wochen muss man die Gärung täglich beobachten und evtl. die Gär-aufsätze reinigen. Dann ebbt die Gärung ab und verläuft langsamer. Jetzt muss man geduldig sein.

Ende Dezember sollte die Gärung abgeschlossen sein und man kann „abziehen“, d.h. den fertigen Apfelwein von dem „Trub“, dem Bodensatz trennen. Fertig ist das eigene Produkt.

Besonderen Spaß macht es, wenn man mit mehreren Leuten Apfelwein macht und sich später zu einer
zünftigen Verkostung trifft und über das Apfelweinmachen
fachsimpelt.